In BamS zeigt der neue Vietnam-Trainer sein neues, exotisches Leben in Asien
Fast zwei Jahre war Falko Götz (49) von der Bildfläche verschwunden. Jetzt meldet sich der Berliner mit einem spannenden Projekt zurück. Götz unterschrieb für zwei Jahre in Vietnam, wo er alle Nationalmannschaften übernimmt und auf eine ganz neue Kultur trifft.
Trainer in Vietnam, dem Urlaubsparadies in Asien. Ein Traumjob, oder?
Für BILD am SONNTAG schlenderte Götz durch seine neue Heimat Hanoi – die wuselige Hauptstadt Vietnams mit sechs Millionen Einwohnern. Ein Großstadt-Dschungel für sich. Aber Götz ist glücklich. „Ich war schon immer ein Abenteurer, war zuvor bereits zweimal in Vietnam. Das ist ein superinteressanter Job! Sportlich und kulturell. Vietnam hat knapp 90 Millionen Einwohner, das ist Leben pur hier.“
Er hat nicht lange gezögert, als das Angebot kam. Götz war seit September 2009 ohne Job, zuvor hatte er in der Bundesliga Hertha BSC und 1860 München trainiert, war dann bei Holstein Kiel, schaffte 2009 den Aufstieg in die 3. Liga. Dann doch das Aus. Wie kommt er nun nach Vietnam? Der Bruder des vietnamesischen Verbands-Präsidenten Nguyen Trong Hy lebt in Berlin, kannte Götz natürlich. „Als er bei mir anrief, war ich sofort begeistert“, sagt Götz.
Seit dem 2. Juni ist er jetzt in Hanoi, bekam ein möbliertes Apartment, ein Auto (Ford Explorer Jeep), einen Chauffeur und einen Dolmetscher, der Englisch spricht. Zusammen mit mehreren Assistenztrainern soll er Vietnam auf der Fußball-Landkarte etablieren. „Mein Auftrag lautet, mit der Olympiamannschaft bei der Südostasien-Meisterschaft vom 7. bis. 22. November in Indonesien ins Finale zu kommen“, sagt Götz. „Am 29. Juni steigt schon in Ho-Chi-Minh-Stadt die erste Qualifikations-Runde für die WM 2014 in Brasilien – da treffen wir auf Macao. Und ich kümmere mich auch um die Verbesserung der Strukturen der gesamten Jugendnationalmannschaften. Das ist genau meine Welt.“
Und wie gefällt ihm die neue Welt Vietnam? Götz schmunzelt: „Ich war schon überall. Aber so etwas Exotisches wie hier habe ich nirgends erlebt. Es gibt keine U-Bahnen, hier fährt jeder ein kleines Moped, der Verkehr ist chaotisch. Regeln sind egal. Das sind alles kleine Weltmeister im Durchschlängeln.“ Sein Weg zur Arbeit ist dadurch gewöhnungsbedürftig. „Für zehn Kilometer zum Büro brauche ich eine dreiviertel Stunde. Aber ich genieße das. Draußen schwitzt man, es sind 36 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die kommt daher, dass es am Abend zu zweistündigen Wolkenbrüchen kommt, nach denen das Wasser einen halben Meter hoch steht. Dann sind die Straßen plötzlich leer. Ein irres Bild. Auch weil die Leute um sechs Uhr aufstehen und früh zu Bett gehen.“
Götz weiter: „Hier herrscht eine komplett andere Kultur, ich erlebe jeden Tag ein neues Abenteuer. Die Menschen hier sind freundlich und die vielen Tempel, Brücken und Naturwunder sind einzigartig. Ich bereue diese Entscheidung in keinster Weise!“ Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es. Götz: „Im Oktober habe ich Silberhochzeit mit meiner Frau Rita, die in Berlin bleibt. Doch ich habe da ein wichtiges Turnier...“ Er verspricht: „Weihnachten holen wir das alles ganz groß nach.“
Anlässlich des Muttertages am 08.05.2011 hat der Verein der Vietnamesen in Halle und Umgebung e.V. in Zusammenarbeit mit der Initiative vietnamesischer Frauenin Familiencafé „Völkchen“, Südpromenade 27, 06128 Halle/Saale, ein Familientreff organisiert, an demzahlreiche vietnamesische Frauen, Männer und Kinder teilnahmen. Bei diesem Familientreff wurde u.a. auch das aus Bundes- und Landesmitteln finanzierte Projekt „ Familienpatenschaft“ vorgestellt.
Nach der Begrüßung durch Frau Lan, Leiterin der vietnamesischen Fraueninitiative, beglückwünschte Herr Tuy, Vorstandvorsitzender des vietnamesischen Vereins e.V in Halle und Umgebung, die anwesenden vietnamesischen Frauen zum Muttertag und würdigte deren wichtige Rolle in der Familie, Gesellschaft und insbesondere bei der Kindeserziehungsowie ihren großen Beitrag zu verschiedenen Vereinsaktivitäten.
Er teilte mit, dass der Verein vor kurzem den Projektantrag „Familienpatenschaft“ im Rahmen der Projektwerkstatt gestellt hat, welcher auch bewilligt wurde. Dieses Projekt wird aus den Bundes- und Landesmitteln finanziert und hat eine Laufzeit von 6 Monaten (Mai bis Oktober 2011). Koordinatorin dieses Projektes soll Frau Vo, Thi Hong Lien sein.
Anschließend erklärte Frau Vo, Thi Hong Lien die Grundzüge des Projektes:
-Was bedeutet die Familienpatenschaft?
-Warum ist die Familienpatenschaft gerade zu unserem vietnamesischen Verein so wichtig und nötig?
-Wie wird eine Familienpate vorbereitet? usw.
Frau Vo, Thi Hong Lien bat die anwesenden Landleute um Informationen:
Wer bzw. welche Familie Probleme hat und die Hilfe aus diesem Projekt in Anspruch nehmen möchte.
Wer bzw. welche Familie bereit ist, anderen bei der Problemslösung als Pate zu helfen.
Die Projektskoordinatorin würde sich bei Bedarf auch versuchen, in diesem Projekt deutsche Paten zu gewinnen. Auch im Rahmen dieses Projekts sollen weitere Treffs (Erfahrungsaustausch), Tagesausflüge, gemeinsame sportliche Freizeitsaktivitäten u.ä. geplant sein.
VorgeseheneSprechstunden des Projektes „ Familienpatenschaft“ im Familien Café „Völkchen“in der Südpromenade 27, 06128 Halle/Saale jeweils von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr sind:
-am 02.07.2011
-am 27.08.2011
-am 08.10.2011
Außerhalb diesen o.g. Sprechzeiten können sich Interesenten, die Hilfe aus dem Projekt in Anspruch nehmen bzw. Hilfe als Familiepate anbieten möchten, telefonisch oder per Email an die Projektkoordinatorin wenden ( Frau Vo, Thi Hong Lien, Handy: 0175- 2050628 , Festnetz : 0345- 29980156 oder Email: lienvothihong1960@yahoo.de).
Die vietnamesischen Mütter waren von dem Projekt des Vereins sehr begeistert und verschiedene Frauen/ Familien haben bereits Interesse an dem Projekt „Familienpatenschaft“ gemeldet.
Unter Führung von Frau Phung, Thi Lien, welche im Projekt Stadtteilmütter/-väter tätig ist, fand ein offener Erfahrungsaustausch über eventuelle Schwierigkeiten z.B. bei der alltäglichen Arbeit, im Ehe- oder Familienleben und insbesondere bei der Kindeserziehung statt.
Wie es bei Vietnamesen üblich ist, wurden bei der diesjährigen Veranstaltung zum Muttertag auch gegrillt, Karaoke gesungen und verschiedene Gesellschaftsspiele für die anwesende Kinder organisiert.
Pekings Ansprüche im Südchinesischen Meer alarmieren die Nachbarn. Zwischen China und Vietnam herrscht Eiszeit seit einem Zwischenfall in umstrittenen Gewässern. Gebietsansprüche in dem Gewässer sind kompliziert.
Bangkok. China und Vietnam verstricken sich immer heftiger in einen Krieg der Worte. Das vietnamesische Außenamt warf der Regierung in Peking nun sogar vor, die Spannungen in der Region zu verschärfen. Vergangene Woche war es im Südchinesischen Meer zu einer Konfrontation zwischen einem vietnamesischen Erdöl- und Erdgas-Erkundungsschiff und chinesischen Patrouillenbooten gekommen. Dabei habe eines der drei chinesischen Boote absichtlich Kabel durchtrennt, die das Erkundungsschiff, die Binh Minh 02, ausgelegt habe, sagte Do Van Hau, der Vize-Vorsitzende des staatlichen vietnamesischen Gas- und Erdölgesellschaft PetroVietnam.
Nguyen Phuong Nga, Sprecherin des Außenministeriums, erklärte: „Die vietnamesische Marine wird alles Erforderliche unternehmen, um Frieden, Unabhängigkeit und die territoriale Integrität Vietnams entschlossen zu schützen.“
China machte wiederum Hanoi für den Zwischenfall verantwortlich. In einer Erklärung des Außenministeriums hieß es: „Was die betreffenden Behörden unternommen haben, war eine absolut normale Durchsetzung von Seerechts- und Überwachungsaktivitäten in Chinas jurisdiktionellem Seegebiet.“ Vietnams Erdöl- und Gaserkundungen würden Chinas Interessen und Rechte in der Region untergraben.
Die staatliche vietnamesische Tageszeitung „Thanh Nien“ berichtete, Vietnam plane, Fischerbooten zukünftig Patrouillenschiffe an die Seite zu stellen, da immer häufiger chinesische Fischerboote in „Vietnams Territorialgewässer“ eindrängen. Die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung scheint derzeit zwar noch nicht gegeben. Jedoch haben sich in der Vergangenheit Territorialdispute zwischen beiden Staaten mehrmals gewaltsam entladen.
1974 hat China die unbewohnte Paracel-Inselgruppe, die auch Hanoi beansprucht, besetzt. Fünf Jahre später lieferten sich China und Vietnam einen kurzen, aber blutigen Grenzkrieg. Peking regierte damit auf den Einmarsch der Vietnamesen in Kambodscha, dessen Khmer-Rouge-Regime es unterstützte. Ein weiterer Kriegsgrund waren aber auch Ansprüche beider Staaten auf die Spratly-Inseln im Süden des Südchinesischen Meers.
Die Gebietsansprüche in dem Gewässer sind kompliziert. China und Vietnam erheben Ansprüche auf die Paracel-Inselgruppe. Beide Staaten erheben zudem Ansprüche auf Teile oder das gesamte Spratly-Archipel weiter im Süden. Andere Teile dieses Archipels betrachten jedoch auch Malaysia, die Philippinen, Indonesien und Brunei als Teil ihres Hoheitsgebiets. Beide Inselgruppen sind unbewohnt. Jedoch werden dort Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.
Die meisten Staaten in der Region berufen sich bei ihren Ansprüchen auf die „Ausschließliche Wirtschaftszone“. Dabei können Staaten gemäß des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen in einem Gebiet von 200 Seemeilen (370 Kilometer) bestimmte souveräne Rechte wahrnehmen. Hierzu zählen sowohl Fischerei als auch Erforschung und Ausbeutung von Ressourcen. Die Gebiete, die China beansprucht, reichen jedoch mehr als 1000 Kilometer tief in das Südchinesische Meer.
Chinas Großmachtpläne kollidieren derzeit nicht nur mit Vietnams Ansprüchen in der Region. Erst vor knapp einer Woche hat der Präsident der Philippinen, Benigno Aquino III., vor einem Wettrüsten gewarnt, sollte sich der Konflikt im Südchinesischen Meer weiter verschärfen. Erst im März sollen zwei chinesische Patrouillenboote gedroht haben, ein philippinisches Erkundungsschiff vor der Palawan-Insel zu rammen.
Vietnamesische Schüler in Deutschland (Quelle:ZDF)
Die besten deutschen Schüler stammen aus Vietnam
Viele deutsche Musterschüler stammen aus Vietnam – oft erringen sie Spitzenleistungen. Doch die strenge Erziehung hat ihre Schattenseiten.
Bao Chau (l.) ist ein sehr pflichtbewusstes Mädchen. Ihre Familie legt Wert darauf, dass sie viel lernt
Am Mittwoch, dem asiatischen Silvesterabend, haben die Tran Chaus gefeiert. Als die Familie um sieben Uhr am Abendbrottisch in ihrer kleinen Wohnung in einem Berliner Plattenbau versammelt saß, gab es Klebreiskuchen mit grünen Bohnen und süßen Pudding. Anschließend hat die zehnjährige Bao Chau beim Abwasch geholfen und sich mit ihrer kleinen Schwester, mit der sie das Bett teilt, schlafen gelegt. Mit der Taschenlampe unter der Bettdecke hat sie noch in einem Jugendroman über Kampfkatzen gelesen.
Bao Chau bedeutet „Schatz“, und ihre Mutter Anh Ngo lässt keinen Zweifel daran, dass ihre Kinder das Wichtigste sind in ihrem Leben. „Für eine gute Ausbildung meiner Töchter gebe ich alles, um jeden Preis“, sagt sie. „Das ist so Tradition in vietnamesischen Familien.“ Frau Ngo ist stolz. Seit einem halben Jahr geht Bao Chau auf das Heinrich-Hertz Gymnasium, eines der besten in ganz Berlin. Auf ihrem letzten Zeugnis hatte das Mädchen einen Notendurchschnitt von 1,3. Mathematik ist ihr Lieblingsfach. „Ich mag Zahlen und Logik“, sagt Bao Chau, wendet sich ihrer kichernden kleinen Schwester zu und signalisiert ihr mit dem Finger an den Lippen, sie solle das Gespräch nicht stören.
Vietnamesische Schüler sind in Deutschland erfolgreicher als Deutsche
An Gymnasien in den ehemaligen Berliner Ostbezirken Friedrichshain, Lichtenberg oder Marzahn stammen durchschnittlich 15 Prozent der Schüler aus einer vietnamesischen Familie. Gerade in Mathematik und Naturwissenschaften sind viele von ihnen stark. Bundesweit besuchen etwa 59 Prozent der vietnamesischen Schüler ein Gymnasium – damit sind sie erfolgreicher als deutsche Kinder (43 Prozent). Im Vergleich zu türkisch- oder italienischstämmigen Jugendlichen ist ihre Gymnasialquote fünfmal so hoch.
Vietnamesen gelingt Integration dank Bildung
„Vietnamesische Eltern“, sagt der Erziehungswissenschaftler Olaf Beuchling, „sind sehr bildungsbewusst und setzen ihre Kinder unter hohen Leistungsdruck.“ Beuchling hat über den Bildungserfolg von Schülern vietnamesischer Herkunft promoviert, den er in dem Buch „Vom Bootsflüchtling zum Bundesbürger“ beschreibt.
Rund 100.000 Vietnamesen leben in Deutschland. In Westdeutschland gehen heute die Kinder der sogenannten Boatpeople auf die Schulen. Ihre Eltern stammen aus dem Süden Vietnams und kamen nach dem Sieg des kommunistischen Nordens Ende der 70er-Jahre in die Bundesrepublik. Die Tran Chaus hingegen stammen aus dem sozialistischen Norden ihres Heimatlandes und folgten in den 80er-Jahren dem Ruf der DDR. Nach der Wende hatten die Kombinatsarbeiter keinen Aufenthaltsstatus mehr, viele suchten ihren Broterwerb jenseits der Legalität – in Geschäften der vietnamesischen Zigarettenmafia etwa.
1993 schließlich legalisierte die Bundesregierung den Status der Vertragsarbeiter. Wegen ihrer Sprachprobleme blieb vielen nichts als die Selbstständigkeit; sie eröffneten Asia-Imbisse, Gemüse- oder Blumenläden und Nagel-Studios. Am Leben in der deutschen Gesellschaft nehmen sie bis heute kaum teil – und zum Deutschlernen haben sie keine Zeit. Doch ihre mangelnde Integration fällt weiter nicht groß auf, vielmehr arbeiten sie leise vor sich hin.
Kinder sehen, dass Eltern sich aufopfern
„Vietnamesen schuften hart, auch wenn sie krank sind, oft 365 Tage im Jahr“, sagt Tamara Hentschel vom Verein Reistrommel, der vietnamesischen Familien Hilfe anbietet. „Auch von ihren Kindern verlangen sie harte Arbeit – oft als Unterstützung im Laden, aber auch in der Schule. Sie bläuen ihnen ein, dass nur Bildung ein besseres Leben ermöglicht. Die Kinder sehen, dass sich die Eltern aufopfern und fühlen sich verpflichtet, es ihnen einmal ein Stück weit zurückzugeben.“ Also lernen sie.
Die Konfuzianische Tradition besagt: Jeder kann durch Lernen vorankommen
Ganz so autoritär gehe es in vietnamesischen Familien nicht zu, sagt Beuchling, der seit 15 Jahren über die Bildungserfolge der Vietnamesen forscht. Vielmehr wirke die konfuzianische Tradition, nach der alle vorankommen können, wenn sie lernen, egal ob Bauer oder Fürstensohn. Auch präge die Vietnamesen ein großes Harmoniebedürfnis: Man wolle durch individuelle Wünsche nicht den Rhythmus der Familie, letztendlich der Gesellschaft stören.
Mit ihrer konfuzianischen Mentalität und ihrem Willen, sich zu beugen, werden die Asiaten zu Leistungsträgern im deutschen pädagogischen Bildungssystem. Der Anteil asiatischer Studierender hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Die meisten vietnamesischen Studenten in Deutschland sind sogenannte Bildungsausländer: Sie erwerben die Hochschulreife in ihrem Heimatland und kommen zum Studium oder für die Promotion hierher.
Der Gesundheitswissenschaftler Vuong Anh Duong etwa forscht an der TU Berlin über die Privatisierung von Krankenhäusern. Duong arbeitet für das Gesundheitsministerium in Hanoi. Seine Frau und seine beiden Söhne hat er in den vergangenen vier Jahren dreimal gesehen. "Wenn Du die Wahl hast - warum nicht im besseren Land studieren?" fragt Duong. „Opfer für die Karriere zu bringen ist normal in Vietnam.“ Vietnamesische Familien sparen, um ihrem Kind ein Ingenieurwissenschafts-, Wirtschafts- oder Jurastudium in Deutschland zu ermöglichen.
Duong sagt, er bewundere die Lebensmentalität der Deutschen. „Sie sind sehr diszipliniert und lerneifrig, aber sie genießen das Leben auch“, sagt Duong."Wir Vietnamesen überspannen den Bogen oft. Wir ruinieren unsere Gesundheit und unser Gehirn - und alles wegen der Karriere." Auch Tamara Hentschel vom Reistrommel-Verein kritisiert den enormen Leistungsdruck vietnamesischer Eltern. „Sie haben harte Strafen und sie üben psychische Gewalt aus, die Kinder haben keine Freizeit. Sie tun mir leid.“
Bao Chau weiß noch nicht, was sie einmal werden möchte. Das Mädchen sieht sich als Vietnamesin, sie hat einen vietnamesischen Pass, obwohl sie deutsch sozialisiert ist. Manchmal fällt es ihr schwer, ihren Eltern zu erklären, wie es ihr geht, es fehlen ihr die Worte auf Vietnamesisch und den Eltern die deutschen. Auf die Frage, auf was sich Bao Chau in Zukunft freut, sagt sie, auf die nächste Mathe-Olympiade. Bei der letzten hat sie nicht gut abgeschnitten. Das will sie nächstes Mal besser machen, sagt sie, und ihre Mutter lächelt dabei.
Leiterin der Initiative vietnamesischer Frauen in Halle (Saale), Frau Lam, Thi Tuyet Lan zieht Bilanz
Anerkennende Worte des Vorstandes des Vereins Vietnamesen in Halle (Saale) durch seinen Vorsitzenden Nguyen, Quoc Tuy
Frau Gellert, Geschäftsführerin vom Kinder- und Jugendhaus Züricher Str. gratulierte in Halle lebenden vietnamesischen Frauen zum 100. Internationalen Frauentag