Sonntag, 26. Juni 2011

Delegiertenversammlung


Am Samstag, 25.06.2011 fand in Kulturtreff in Halle-Neustadt die 2.Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Vietnamesen in Halle (Saale) und Umgebung e.V. statt.

An der Mitgliederversammlung nahm auch Frau Phan, Y Nhi (links) als Vetreterin der vietnamesischen Botschaft teil, sowie ...

....Vertreter vietnamesischer Vereine aus Sachsen-Anhalt.

Vereinsmitglieder wirkten -wie immer- aktiv am Vereinsleben, wie etwa hier bei Stimmzettelausgabe...


oder hier bei Verpflegung, Dekoration  sowie...





...bei Mitgestaltung des anschließenden Kulturprogramms.
Große Aufmerksamkeit galt dem Rechenschaftsbericht des alten Vereinsvorstandes, der dann

für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde. Vereinsmitglieder nutzten die Gelegenheit, u.a.


Errinerungsfotos zu machen.

Anbei einpaar Videoclips über die Mitgliederversammlung:

































Mittwoch, 22. Juni 2011

Falko Götz Unser Mann im Paradies

In BamS zeigt der neue Vietnam-Trainer sein neues, exotisches Leben in Asien

Fast zwei Jahre war Falko Götz (49) von der Bildfläche verschwunden. Jetzt meldet sich der Berliner mit einem spannenden Projekt zurück. Götz unterschrieb für zwei Jahre in Vietnam, wo er alle Nationalmannschaften übernimmt und auf eine ganz neue Kultur trifft.

Trainer in Vietnam, dem Urlaubsparadies in Asien. Ein Traumjob, oder?

Für BILD am SONNTAG schlenderte Götz durch seine neue Heimat Hanoi – die wuselige Hauptstadt Vietnams mit sechs Millionen Einwohnern. Ein Großstadt-Dschungel für sich. Aber Götz ist glücklich. „Ich war schon immer ein Abenteurer, war zuvor bereits zweimal in Vietnam. Das ist ein superinteressanter Job! Sportlich und kulturell. Vietnam hat knapp 90 Millionen Einwohner, das ist Leben pur hier.“

Er hat nicht lange gezögert, als das Angebot kam. Götz war seit September 2009 ohne Job, zuvor hatte er in der Bundesliga Hertha BSC und 1860 München trainiert, war dann bei Holstein Kiel, schaffte 2009 den Aufstieg in die 3. Liga. Dann doch das Aus. Wie kommt er nun nach Vietnam? Der Bruder des vietnamesischen Verbands-Präsidenten Nguyen Trong Hy lebt in Berlin, kannte Götz natürlich. „Als er bei mir anrief, war ich sofort begeistert“, sagt Götz.

Seit dem 2. Juni ist er jetzt in Hanoi, bekam ein möbliertes Apartment, ein Auto (Ford Explorer Jeep), einen Chauffeur und einen Dolmetscher, der Englisch spricht. Zusammen mit mehreren Assistenztrainern soll er Vietnam auf der Fußball-Landkarte etablieren.
„Mein Auftrag lautet, mit der Olympiamannschaft bei der Südostasien-Meisterschaft vom 7. bis. 22. November in Indonesien ins Finale zu kommen“, sagt Götz. „Am 29. Juni steigt schon in Ho-Chi-Minh-Stadt die erste Qualifikations-Runde für die WM 2014 in Brasilien – da treffen wir auf Macao. Und ich kümmere mich auch um die Verbesserung der Strukturen der gesamten Jugendnationalmannschaften. Das ist genau meine Welt.“
Und wie gefällt ihm die neue Welt Vietnam? Götz schmunzelt: „Ich war schon überall. Aber so etwas Exotisches wie hier habe ich nirgends erlebt. Es gibt keine U-Bahnen, hier fährt jeder ein kleines Moped, der Verkehr ist chaotisch. Regeln sind egal. Das sind alles kleine Weltmeister im Durchschlängeln.“
Sein Weg zur Arbeit ist dadurch gewöhnungsbedürftig. „Für zehn Kilometer zum Büro brauche ich eine dreiviertel Stunde. Aber ich genieße das. Draußen schwitzt man, es sind 36 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die kommt daher, dass es am Abend zu zweistündigen Wolkenbrüchen kommt, nach denen das Wasser einen halben Meter hoch steht. Dann sind die Straßen plötzlich leer. Ein irres Bild. Auch weil die Leute um sechs Uhr aufstehen und früh zu Bett gehen.“
Götz weiter: „Hier herrscht eine komplett andere Kultur, ich erlebe jeden Tag ein neues Abenteuer. Die Menschen hier sind freundlich und die vielen Tempel, Brücken und Naturwunder sind einzigartig. Ich bereue diese Entscheidung in keinster Weise!“
Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es. Götz: „Im Oktober habe ich Silberhochzeit mit meiner Frau Rita, die in Berlin bleibt. Doch ich habe da ein wichtiges Turnier...“ Er verspricht: „Weihnachten holen wir das alles ganz groß nach.“


Quelle: http://www.bild.de/sport/fussball/falko-goetz/ist-nationaltrainer-in-vietnam-18426516.bild.html

Freitag, 10. Juni 2011

Auftaktveranstaltung des Projektes „ Familienpatenschaft“

Anlässlich des Muttertages am 08.05.2011 hat der Verein der Vietnamesen in Halle und Umgebung e.V. in Zusammenarbeit mit der Initiative vietnamesischer Frauen  in Familiencafé „Völkchen“, Südpromenade 27, 06128 Halle/Saale, ein Familientreff organisiert, an dem  zahlreiche vietnamesische Frauen, Männer und Kinder teilnahmen. Bei diesem Familientreff wurde u.a. auch das aus Bundes- und Landesmitteln finanzierte Projekt „ Familienpatenschaft“ vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch Frau Lan, Leiterin der vietnamesischen Fraueninitiative, beglückwünschte  Herr Tuy, Vorstandvorsitzender des vietnamesischen Vereins e.V in Halle und Umgebung, die anwesenden vietnamesischen Frauen zum Muttertag und würdigte deren wichtige Rolle in der Familie, Gesellschaft und insbesondere bei der Kindeserziehung  sowie ihren großen Beitrag zu verschiedenen Vereinsaktivitäten.
Er teilte mit, dass der Verein vor kurzem den Projektantrag „Familienpatenschaft“ im Rahmen der Projektwerkstatt gestellt hat, welcher auch bewilligt wurde. Dieses Projekt wird aus den Bundes- und Landesmitteln finanziert und hat eine Laufzeit von 6 Monaten (Mai bis Oktober 2011). Koordinatorin dieses Projektes soll Frau Vo, Thi Hong Lien sein.
Anschließend erklärte Frau Vo, Thi Hong Lien die Grundzüge des Projektes:
           -    Was bedeutet die Familienpatenschaft?
-          Warum ist die Familienpatenschaft gerade zu unserem vietnamesischen Verein so wichtig und nötig?
-          Wie wird eine Familienpate vorbereitet? usw.

Frau Vo, Thi Hong Lien bat die anwesenden Landleute um Informationen:
  1. Wer bzw. welche Familie Probleme hat und die Hilfe aus diesem Projekt in Anspruch nehmen möchte.
  2. Wer bzw. welche Familie bereit ist, anderen bei der Problemslösung als Pate zu helfen.
Die Projektskoordinatorin würde sich bei Bedarf auch versuchen, in diesem Projekt deutsche Paten zu gewinnen. Auch im Rahmen dieses Projekts sollen weitere Treffs (Erfahrungsaustausch), Tagesausflüge, gemeinsame sportliche Freizeitsaktivitäten u.ä. geplant sein.
Vorgesehene  Sprechstunden des Projektes „ Familienpatenschaft“ im Familien Café „Völkchen“  in der Südpromenade 27, 06128 Halle/Saale jeweils von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr sind:
-  am 02.07.2011
-  am 27.08.2011
-  am 08.10.2011
Außerhalb diesen o.g. Sprechzeiten können sich Interesenten, die Hilfe aus dem Projekt in Anspruch nehmen bzw. Hilfe als Familiepate anbieten möchten, telefonisch oder per Email an die Projektkoordinatorin wenden ( Frau Vo, Thi Hong Lien, Handy: 0175- 2050628 , Festnetz : 0345- 29980156 oder  Email: lienvothihong1960@yahoo.de).

Die vietnamesischen Mütter waren von dem Projekt des Vereins sehr begeistert und verschiedene Frauen/ Familien haben bereits Interesse an dem Projekt „Familienpatenschaft“ gemeldet.
Unter Führung von Frau Phung, Thi Lien, welche im Projekt Stadtteilmütter/-väter tätig ist, fand ein offener Erfahrungsaustausch über eventuelle Schwierigkeiten z.B. bei der alltäglichen Arbeit, im Ehe- oder Familienleben und insbesondere bei der Kindeserziehung statt.

Wie es bei Vietnamesen üblich ist, wurden bei der diesjährigen Veranstaltung zum Muttertag auch gegrillt, Karaoke gesungen  und verschiedene Gesellschaftsspiele für die anwesende Kinder organisiert.

Freitag, 3. Juni 2011

Grenzkonflikt: China lässt seine Muskeln spielen

Pekings Ansprüche im Südchinesischen Meer alarmieren die Nachbarn. Zwischen China und Vietnam herrscht Eiszeit seit einem Zwischenfall in umstrittenen Gewässern. Gebietsansprüche in dem Gewässer sind kompliziert.
 
Bangkok. China und Vietnam verstricken sich immer heftiger in einen Krieg der Worte. Das vietnamesische Außenamt warf der Regierung in Peking nun sogar vor, die Spannungen in der Region zu verschärfen. Vergangene Woche war es im Südchinesischen Meer zu einer Konfrontation zwischen einem vietnamesischen Erdöl- und Erdgas-Erkundungsschiff und chinesischen Patrouillenbooten gekommen. Dabei habe eines der drei chinesischen Boote absichtlich Kabel durchtrennt, die das Erkundungsschiff, die Binh Minh 02, ausgelegt habe, sagte Do Van Hau, der Vize-Vorsitzende des staatlichen vietnamesischen Gas- und Erdölgesellschaft PetroVietnam.
Nguyen Phuong Nga, Sprecherin des Außenministeriums, erklärte: „Die vietnamesische Marine wird alles Erforderliche unternehmen, um Frieden, Unabhängigkeit und die territoriale Integrität Vietnams entschlossen zu schützen.“
China machte wiederum Hanoi für den Zwischenfall verantwortlich. In einer Erklärung des Außenministeriums hieß es: „Was die betreffenden Behörden unternommen haben, war eine absolut normale Durchsetzung von Seerechts- und Überwachungsaktivitäten in Chinas jurisdiktionellem Seegebiet.“ Vietnams Erdöl- und Gaserkundungen würden Chinas Interessen und Rechte in der Region untergraben.
Die staatliche vietnamesische Tageszeitung „Thanh Nien“ berichtete, Vietnam plane, Fischerbooten zukünftig Patrouillenschiffe an die Seite zu stellen, da immer häufiger chinesische Fischerboote in „Vietnams Territorialgewässer“ eindrängen. Die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung scheint derzeit zwar noch nicht gegeben. Jedoch haben sich in der Vergangenheit Territorialdispute zwischen beiden Staaten mehrmals gewaltsam entladen.
1974 hat China die unbewohnte Paracel-Inselgruppe, die auch Hanoi beansprucht, besetzt. Fünf Jahre später lieferten sich China und Vietnam einen kurzen, aber blutigen Grenzkrieg. Peking regierte damit auf den Einmarsch der Vietnamesen in Kambodscha, dessen Khmer-Rouge-Regime es unterstützte. Ein weiterer Kriegsgrund waren aber auch Ansprüche beider Staaten auf die Spratly-Inseln im Süden des Südchinesischen Meers.
Die Gebietsansprüche in dem Gewässer sind kompliziert. China und Vietnam erheben Ansprüche auf die Paracel-Inselgruppe. Beide Staaten erheben zudem Ansprüche auf Teile oder das gesamte Spratly-Archipel weiter im Süden. Andere Teile dieses Archipels betrachten jedoch auch Malaysia, die Philippinen, Indonesien und Brunei als Teil ihres Hoheitsgebiets. Beide Inselgruppen sind unbewohnt. Jedoch werden dort Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.
Die meisten Staaten in der Region berufen sich bei ihren Ansprüchen auf die „Ausschließliche Wirtschaftszone“. Dabei können Staaten gemäß des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen in einem Gebiet von 200 Seemeilen (370 Kilometer) bestimmte souveräne Rechte wahrnehmen. Hierzu zählen sowohl Fischerei als auch Erforschung und Ausbeutung von Ressourcen. Die Gebiete, die China beansprucht, reichen jedoch mehr als 1000 Kilometer tief in das Südchinesische Meer.

Manila warnt vor Wettrüsten

Chinas Großmachtpläne kollidieren derzeit nicht nur mit Vietnams Ansprüchen in der Region. Erst vor knapp einer Woche hat der Präsident der Philippinen, Benigno Aquino III., vor einem Wettrüsten gewarnt, sollte sich der Konflikt im Südchinesischen Meer weiter verschärfen. Erst im März sollen zwei chinesische Patrouillenboote gedroht haben, ein philippinisches Erkundungsschiff vor der Palawan-Insel zu rammen.

(Quelle: "Die Presse" http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/666497/Grenzkonflikt_China-laesst-seine-Muskeln-spielen?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do, Print-Ausgabe, 31.05.2011)